Unser Programm überzeugt
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vhs_ffm_4C_h_posNEUEmmerich-Josef-Straße 46 a, 65929 Frankfurt am Main (Höchst), Telefon: 069 212 4 5664
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Eintritt: 7 € (mit Frankfurt-Pass 50% Ermäßigung)
Kinderfilm: 3 €

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Aufblende

Die Lebensentwürfe der 1970 Jahre, die Erprobung neuer Lebensformen, neuer Beziehungsformen behandeln die Filme KOLLEKTIVET - DIE KOMMUNE von Thomas Vinterberg und LA BELLE SAISON – EINE SOMMERLIEBE von Catherine Corsini.

Cuba ist im Wandel, und das gilt sowohl für die Wirtschaft und das gesellschaftliche Zusammenleben als auch für die kulturelle Produktion. So wird nicht nur das nächste us-amerikanische Sequel von THE FAST AND THE FURIOUS in Havanna gedreht, auch - und vor allem - der kubanische Film wartet mit einer großen Zahl neuer Produktionen auf, von denen
CUBA IM FILM 2016 eine Auswahl präsentiert. Die kinematographische Produktion des letzten Jahres ist nicht nur ein Spiegel des Wandels, sondern selbst von ihm betroffen. So gibt es in diesem Jahr wieder viele unabhängige Produktionen neben den Filmen, die von dem staatlichen Filminstitut ICAIC produziert wurden.

Auch in diesem Jahr begrüßen wir wieder alte Freunde, wie Eduardo Del Llano, der seine Filme EPICA und ARTE vorstellen wird, aber auch junge Filmschaffende, wie Carlos Quintela, dessen erstaunliches Langfilmdebut LA PISCINA wir vor drei Jahren zeigten und der gemeinsam mit dem Schauspieler Mario Guerra seinen neuesten Film EL OBRA DEL SIGLO präsentieren wird. Zur Eröffnung wird Pavel Giroud, ebenfalls ein „alter Bekannter“g des Festivals, seinen neuesten Film EL ACCOMPANANTE als Europapremiere vorstellen. Giroud war im Jahr 2009 mit seinem Film OMERTÁ bei uns zu Gast und vertritt ebenfalls die junge Filmszene, die Anfang der 2000er Jahre begonnen hatte, Filme zu drehen.

Als Vorfilm zeigen wir zur Eröffnung den Kurzfilm IMPRESSIONEN SANTIAGO  DE CUBA, (Januar 2016), eine Hessische Produktion von Jaška Klocke und Claudia Sebesteyen, die ebenfalls zur Vorführung anwesend sein werden.
IIn der 21. Ausgabe unseres Festivals werfen wir also einen Blick auf die Vielfalt und die neuen Tendenzen des kubanischen Films. So zeigen wir mit  LA COSA HUMANA von Gerardo Chijona, CUBA LIBRE von Jorge Luis Sánchez und LA EMBOSCADA von Alejandro Gil Álvarez ICAIC-Produktionen, hingegen zählen LA OBRA DEL SIGLO, von Carlos E. Machado Quintela, CAFÉ AMARGO von Rigoberto Jiménez, CABALLOS von Fabián Suárez oder der Dokumentarfilm EL TREN DE LA LINEA NORTE von Marcelo Martín zu den unabhängigen Produktionen. Zum Gedenken an den vor 20 Jahren verstorbenen Pionier des kubanischen Films Tomás Gutierrez Alea (Titón), Mitbegründer des ICAIC, zeigen wir seine immer noch großartigen und berühmten Satiren MUERTE DE UN BUROCRATA – DER TOD EINES BÜROKRATEN und FRESA Y CHOCOLATE – ERDBEER UND SCHOKOLADE.

Auch der Blick von außen auf Cuba findet seinen Platz in unserem diesjährigen Programm:  Der irische Regisseur Paddy Breathnach wartet mit seinem Spielfilm VIVA mit der ersten Garde kubanischer Schauspieler auf: Jorge Perugorría, Héctor Medina, Luis Alberto García und Paula Alí sorgten bei den Aufführungen auf dem Festival in Havanna für volle Säle. Breathnach wird seinen Film persönlich in Frankfurt präsentieren.

Den langen Weg kubanischer Homo- und Transsexueller  von der Repression  hin zur Emanzipation zeigen  MARIELA CASTROS MARCH des US-Amerikaners Jon Alpert und  SIN LIMITES der Niederländerin Hanne Derks, die sich übrigens auf Aleas FRESA Y CHOCOLATE bezieht.  Zu afrokubanischen Thematiken gibt es die australisch-kubanisch-sierraleonische Koproduktion ELLOS SOMOS NOSOTROS von Emma Christopher und Sergio Leyva Seiglie sowie CÓDIGO, COLOR, MEMORIAS des kubanisch-amerikanischen Filmemachers William Sabourin O´LReilly.

Zur Präsentation des Kubanischen Films und dessen aktueller Entwicklung gehören natürlich auch die Produktionen der Filmschulen, besonders im Bereich Kurzfilm.

Hierzu rief CUBA IM FILM vor acht Jahren den Kurzfilmpreis JUNGER CUBANISCHER FILM ins Leben, bei dem hessische Filmstudentinnen und –studenten die unabhängige Jury bilden und den jeweiligen Preisträger küren, in diesem Jahr wird es Emanuel Giraldo Betancur mit seinen Film LA BENDITA MANÍA DE CONTAR sein. Giraldo Betancur wird ebenfalls zu Gast in Frankfurt sein. CUBA IM FILM freut sich besonders, mit CABALLOS den ersten langen  Spielfilm von Fabián Suárez zu zeigen, der 2013 mit KENDO MONOGATARI Träger unseres Filmpreises war. Für CABALLOS wurde er im Rahmen des 20. Festivals MUESTRA JOVEN ICAIC 2016 in Havanna für den besten Spielfilm (Mejor Ficción) ausgezeichnet.

In unserem Rahmenprogramm gibt es natürlich wieder die traditionelle Salsaparty am 10.6. 2016 im Orange Peel mit Nicky Márquez y Son a 3! und die Abschlussveranstaltung „Noche Afrocubana“g am 12.06. im Haus am Dom: Buchvorstellung  Afrokubanische Götterwelt - Geschichten von Göttern, Menschen, Tieren und Pflanzen des kubanischen tropischen Regenwaldes.

CUBA IM FILM wird unterstützt von der Hessischen Filmförderung, dem Filmhaus Frankfurt, von Aufblende FOK e.V, Brot für die Welt – Evangel. Entwicklungsdienst und das  Kulturamt Frankfurt am Main.

Für die Zusammenarbeit danken wir dem International Film Festival Innsbruck, der Muestra Joven ICAIC, dem Filminstitut ICAIC, der Filmschule EICTV in San Antonio de los Baños,  dem Instituto Superior de Arte (ISA), dem Haus am Dom – Kath. Akademie Rabanus Maurus und den Filmstudentinnen und -studenten hessischer Hochschulen der Jury 2016.

Von Cuba nach Alaska, Tschukotka und Kamtschatka:

Angeregt von historischen Berichten berühmter Forscher wie Alexander von Humboldt, Georg Wilhelm Steller, Reinhold und Georg Forster und insbesondere Adelbert von Chamisso begab sich die Filmemacherin Ulrike Ottinger auf die Reise. Wie diese schrieb sie ihr eigenes Logbuch und machte beeindruckende Bilder, die die Landschaften, die Pflanzen und Tiere und die dort lebenden Menschen zeigen. Mit dem ihr eigenen, künstlerisch-ethnographischen Blick verknüpft sie die historischen Berichte, Erkenntnisse und bildlichen Darstellungen mit ihren persönlichen Reisenotizen und Aufnahmen. So entstand der faszinierende Film CHAMISSOS SCHATTEN, dessen 4 Teile wir direkt nach dem Cuba Festival an vier Abenden zeigen. Die Teile können allerdings auch unabhängig voneinander angeschaut werden!
 

Zwei neue französische Filme laufen wir ab dem 16. Juni: Roshdy Zems MONSIEUR CHOCOLAT mit Omar Sy und der wunderbar leichte Sommerfilm COMME UN AVION – NUR FLIEGEN IST SCHÖNER von Bruno Podalydés…c beide Filme natürlich in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Jung sein im Ruhrgebiet in den 1960er Jahren, davon erzählte der Schriftsteller Ralf Rothmann in seinem 2004 erschienenen Roman JUNGES LICHT. Jetzt hat ihn Adolf Winkelmann, d e r Regisseur des Ruhrgebiets (DIE ABFAHRER, JEDE MENGE KOHLE, NORDKURVE) verfilmt und eine atmosphärisch dichte authentische Übertragung in filmische Bilder geschaffen.

Von einer anderen Jugend erzählt auch Rokhsareh Ghaem Maghami in ihrem Dokumentarfilm SONITA über die 18jährige Sonita, die aus Afghanistan in den Iran geflüchtet ist und davon träumt Rapperin zu werden. Allerdings plant ihre Familie, sie an einen afghanischen Mann zu verkaufen.

Schließlich zeigen wir in Zusammenarbeit mit „Aufblende FOK e.V“g am 29. Juni (noch einmal) Jacques Tatis wunderbaren Film JOUR DE FÊTE – SCHÜTZENFEST, diesmal zum 60. Jubiläum des „Höchster Schlossfests“g. Wir denken, einen passenderen Film zu diesem Anlass kann es wohl kaum geben. Eine weitere Vorstellung ist für den 1. Juli geplant.