Unser Programm überzeugt
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vhs_ffm_4C_h_posNEUEmmerich-Josef-Straße 46 a, 65929 Frankfurt am Main (Höchst), Telefon: 069 212 4 5664
Programmansage & Kartenreservierung: 069 2124 5714 oder E-Mail
Eintritt: 7 € (mit Frankfurt-Pass 50% Ermäßigung)
Kinderfilm: 3 €

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Aufblende

Alaska, Tschukotka und Kamtschatka:

Angeregt von historischen Berichten berühmter Forscher wie Alexander von Humboldt, Georg Wilhelm Steller, Reinhold und Georg Forster und insbesondere Adelbert von Chamisso begab sich die Filmemacherin Ulrike Ottinger auf die Reise. Wie diese schrieb sie ihr eigenes Logbuch und machte beeindruckende Bilder, die die Landschaften, die Pflanzen und Tiere und die dort lebenden Menschen zeigen. Mit dem ihr eigenen, künstlerisch-ethnographischen Blick verknüpft sie die historischen Berichte, Erkenntnisse und bildlichen Darstellungen mit ihren persönlichen Reisenotizen und Aufnahmen. So entstand der faszinierende Film CHAMISSOS SCHATTEN, dessen 4 Teile wir direkt nach dem Cuba Festival an vier Abenden zeigen.
Die Teile können allerdings auch unabhängig voneinander angeschaut werden!
 

Zwei neue französische Filme laufen wir ab dem 16. Juni: Roshdy Zems MONSIEUR CHOCOLAT mit Omar Sy und der wunderbar leichte Sommerfilm COMME UN AVION – NUR FLIEGEN IST SCHÖNER von Bruno Podalydés…c beide Filme natürlich in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Jung sein im Ruhrgebiet in den 1960er Jahren, davon erzählte der Schriftsteller Ralf Rothmann in seinem 2004 erschienenen Roman JUNGES LICHT. Jetzt hat ihn Adolf Winkelmann, d e r Regisseur des Ruhrgebiets (DIE ABFAHRER, JEDE MENGE KOHLE, NORDKURVE) verfilmt und eine atmosphärisch dichte authentische Übertragung in filmische Bilder geschaffen.

Von einer anderen Jugend erzählt auch Rokhsareh Ghaem Maghami in ihrem Dokumentarfilm SONITA über die 18jährige Sonita, die aus Afghanistan in den Iran geflüchtet ist und davon träumt Rapperin zu werden. Allerdings plant ihre Familie, sie an einen afghanischen Mann zu verkaufen.

Schließlich zeigen wir in Zusammenarbeit mit „Aufblende FOK e.V“g am 29. Juni (noch einmal) Jacques Tatis wunderbaren Film JOUR DE FÊTE – SCHÜTZENFEST, diesmal zum 60. Jubiläum des „Höchster Schlossfests“g. Wir denken, einen passenderen Film zu diesem Anlass kann es wohl kaum geben. Eine weitere Vorstellung ist für den 1. Juli geplant.

Filme, die auf die Ungerechtigkeiten des Welthandels, die verzweifelte Situation großer Teile der Weltbevölkerung hinweisen und die ökonomischen Gründe dafür benennen, gibt es inzwischen unzählige, aber Lösungen werden in diesen Filmen oft nur angedeutet und so bleibt ein resigniertes Publikum zurück.

Der französische Dokumentarfilm DEMAIN mit dem „deutschen“ Titel TOMORROW – DIE WELT IST VOLLER LÖSUNGEN von Cyril Dion und Mélanie  Laurent bietet aber genau das: Lösungsmöglichkeiten, die zumindest auf lokaler Ebene zeigen, dass das bestimmende an Profitmaximierung orientierte Wirtschaftssystem nicht alternativlos ist, dass eine „andere Welt möglich ist“. DEMAIN hat den französischen Filmpreis „Caesar“ für den besten Dokumentarfilm bekommen, über eine Million Zuschauer/ innen in Frankreich haben ihn bis Anfang Juni bereits in Frankreich gesehen.

Von einer Rückbesinnung auf anderes Wirtschaften erzählt auch der italienische Spielfilm IN GRAZIA DI DIO – EIN NEUES LEBEN von Edoardo Winspeare. Nachdem ihre kleine Textilfabrik geschlossen werden musste, finden drei Frauen einer Familie Lösungen, um sich der Übermacht der globalen Wirtschaft nicht mehr beugen zu müssen und Toleranz, Solidarität und Selbstständigkeit zur Grundlage ihres neuen Lebens zu machen.

Im Februar 1942 nahm sich der erfolgreiche und international gefeierte Schriftsteller Stefan Zweig (Die Welt von gestern, Schachnovelle, Sternstunden der Menschheit), der vor den Nazis geflohen war, im Brasilianischen Exil das Leben. Maria Schrader hat die letzten Lebensjahre Stefan Zweigs mit Josef Hader in der Titelrolle in beeindruckender und zugleich unspektakulärer Weise verfilmt. „Schrader findet in ihrem Film betörende Bilder aus dem brüchigen Paradies in der Stadt Petrópolis, der früheren Sommerresidenz des brasilianischen Kaiserhauses. Eine imposante Szene spielt im mannshohen Grün einer Zuckerrohr-Plantage. Doch niemand lebt freiwillig in einem Paradies, einem Wort, das uns nie ohne die Beiworte „Vertreibung“ oder „Tod“ begegnet“ (Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau)

Die Frankfurt Fotografin Abisag Tüllmann, war nicht nur eine der wichtigsten Porträtistinnen der BRD, sondern auch ein Chronistin der Ereignisse in Deutschland und besonders in Frankfurt der 60er bis 80er Jahre. Sie porträtierte so auch eine ganze politische und kulturelle Ära. Die Filmemacherin Claudia von Aleman, dokumentiert in der filmischen Hommage DIE FRAU MIT DER KAMERA Leben und Werk ihrer 1996 verstorbenen Freundin. Neben vielen Persönlichkeiten des damaligen Zeitgeschehens kommt auch Abisag Tüllmans Kollegin und Freundin Barbara Klemm zu Wort.

Mit dem „Sommerfilm“ MIKRO & SPRIT von Michal Gondry, der Geschichte eines Ausbruchs in den Sommer, gehen auch wir in die Sommerferien.

In der Sommerpause bleibt unser Kino allerdings nicht durchgängig dunkel: Das Filmkollektiv Frankfurt wird, wie im letzten Sommer, bei uns zu Gast sein und einen Teil seiner Filmreihe „Skandalfilme“ zeigen.

An den ersten beiden August-Wochenenden sind seinerzeit skandalträchtige Filme wie die berüchtigte Afrika-Dokumentation AFRICA ADDIO (Italien 1966) und der erste Rock ‘en’f Roll-Film AUSSER RAND UND BAND (USA 1956) zu sehen.

Alle Titel und Termine der Reihe (Beginn: 16. Juli) finden Sie unter www.filmkollektiv-frankfurt.de

Das Filmforum Programm beginnt wieder ab 1. September mit Maren Ades Cannes Erfolg TONI ERDMANN. Dann werden auch wieder regelmäßig Kinderfilme auf dem Programm stehen