Filmforum Höchst

Emmerich-Josef-Straße 46a, 65929 Ffm Telefon: 069 212 45 664
Eintritt: 7 € (mit Frankfurt-Pass 3,50 €)
Kinderkino: 3 €
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Aufblende

    
Mit THE SISTERS BROTHERS (LES FRÈRES SISTERS), einem Neo – Western von Jacques Audiard, ausgezeichnet mit dem Silbernen Löwen der Filmfestspiele von Venedig 2018 für die Beste Regie und dem französischen Filmpreis Cesar sowie dem Gewinner des Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig 2018 ROMA von Alfonso Cuarón zeigen wir zwei ganz aktuelle Beispiele dafür, dass immer noch spannende und formal beeindruckende Filme im Kino zu sehen sind, die beweisen, dass Film zu Recht als 7. Kunst verstanden wird.

Ende der 1970er Jahre bewegte der Fall „Fritz Honka“ die bundesdeutsche Öffentlichkeit. Die Geschichte des Frauenmörders Fritz Honka aus Hamburg erinnerte auch an seine historischen Vorgänger Fritz Haarmann aus Hannover, der in der Weimarer Republik einen zweifelhaften „Ruhm“ erlangte (Warte, warte  nur ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir mit dem kleinen Hackebeilchen…) und Peter Kürten, den „Vampir von Düsseldorf“, die beide Fritz Lang zu seinem Film M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER inspirierten. Der Schriftsteller Heinz Strunk hat in seinem Roman „Der Goldene Handschuh“ – so der Name der Kneipe, in der Honka verkehrte und seine Opfer suchte – den Fall „Fritz Honka“ literarisch verarbeitet und sein Augenmerk besonders auf das heruntergekommene und marginalisierte Millieu gelegt. Fatih Akin hat nun diesen Tatsachenroman als Vorlage für seinen neuen Film mit dem gleichnamigen Titel genommen. Die düstere Stimmung, Verbrechen, Prostitution und Armut bildeten auch den Hintergrund für G. W. Pabsts 1925 entstandenen Film DIE FREUDLOSE GASSE, der das Elend und die Verzweiflung in einen armen Viertel Wiens der 1920er Jahre eindrucksvoll geschildert hat. Auch Romuald Karamakars DER TOTMACHER mit einem überwältigenden Götz George in der Hauptrolle beschäftigt sich mit der Geschichte des Massenmörders. Als Grundlage für seinen Film dienten Karmakar die Gespräche die der Gerichtspsychiater Ernst Schultze 1924 mit dem Massenmörder Haarmann führte.
Schließlich zeigen wir in diesem Zusammenhang den 1925 entstandenen Film DIE KÖNIGIN DER ALTSTADT von Albert Maurer, über den Fall eines Mädchens vom Lande, das in der Frankfurter Altstadt mit Elend und Prostitution konfrontiert wird.
Der Film lief im September in einer ausverkauften Vorstellung im Rahmen der Eröffnung der „Neuen“ Frankfurter Altstadt. Begleitet wird der Film von historischen Kurzfilmen über Frankfurt.

In Frankfurt spielt auch der Debutfilm des jungen Darmstädter Regisseurs Moritz Becherer HALT!LOS!, der in Anwesenheit von Moritz Becherer am 27. März um 18.30 Uhr  vom Hessischen Film- und Kinobüro im Filmforum präsentiert wird.

Kaum ein anderer französischer Regisseur hat das gesellschaftliche Leben in Frankreich so intensiv begleitet wie Robert Guédiguian, der mit seiner „Bande“  seit den späten 1970er Jahre Geschichten aus Marseille erzählt, von den „kleinen“, aber politisch engagierten  Leuten, den Arbeitern, den kleinen Angestellten, den Rentnern und Arbeitslosen, den Bewohnern des Marseiller Stadtteils Estaque. Ähnlich wie R. W. Fassbinder hat er immer wieder mit „seiner“ Schauspieler*innen Crew zusammen gearbeitet, mit Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin, Gérard Meylan u.a..
Besonders Jean-Pierre Darroussin hat mit Guédiguian Karriere gemacht und ist immer wieder auf den Leinwänden Frankreichs zu sehen, so auch in Eric Barbiers Verfilmung des autobiographischen Romans LA PROMESSE DE L´AUBE – FRÜHES VERSPRECHEN des großen französischen Schriftstellers Romain Gary, der als einziger französischer Autor zwei Mal mit dem bedeutenden Prix Goncourt ausgezeichnet wurde.
Vom 25. März bis 2. April finden im Filmforum wieder die Hessischen Schulkinowochen statt.
Informationen Buchungen unter www.Schulkinowochen-Hessen.de


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