Filmforum Höchst

Emmerich-Josef-Straße 46a, 65929 Ffm Telefon: 069 212 45 664
Eintritt: 7 € (mit Frankfurt-Pass 3,50 €)
Kinderkino: 3 €
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Hinweis: Auf dem Web-Portal Talk-Walks finden Sie Informationen zu einem Audio-Spaziergang durch Frankfurt-Höchst. An 20 Stationen, unter anderem unserem Kino, erhalten Sie Informationen zu den unterschiedlichsten Themen rund um Geschichte, Gegenwart und Zukunft der verschiedenen Gebäude und Einrichtungen. Der Stadtplan mit Route und die Audiokommentare sind einfach herunterzuladen, die Anleitung findet sich auf der Website.

Aufblende


Viel Zeit bleibt nicht mehr, um die ökologische Katastrophe, die der Welt bei einen „Weiter so“ bevorsteht, zu verhindern. Erderwärmung, Genmanipulation, Vergiftung der agrarischen Produkte und der Umwelt durch Pestizide… einige Aktivisten verlassen sich nicht mehr nur auf die Politik, die Konferenzen, die Diskussionen, sondern setzen Zeichen und wehren sich.
Der isländische Spielfilm KONA FER Í STRÍD - GEGEN DEN STROM erzählt von Halla, einer fünfzigjährigen Frau, die als leidenschaftliche Umweltaktivistin gegen die nationale Aluminiumindustrie kämpft, eine „Heldengeschichte“, so der Regisseur Benedikt Erlingsson. Der Dokumentarfilm CLIMATE WARRIORS von Carl A. Fechner und Nicolai Niemann zeigt Menschen in Deutschland und den USA, die sich gegen die Klimaveränderung engagieren: Prominente, Energieexperten, Wissenschaftler und „Klimakrieger“, darunter der Hip-Hop Musiker Xiuhtezacatl Martínez.
SEED: THE UNTOLD STORY – UNSER SAATGUT: WIR ERNTEN, WAS WIR SÄEN von Taggart Siegel und Jon Betz lässt Menschen zu Wort kommen, die für die Zukunft der Saatgutvielfalt und gegen Biotechkonzerne wie „Syngenta“ und „Monsanto/ Bayer“ kämpfen: Bauern, Wissenschaftler*innen, indigene Saatgutbesitzer*innen und Anwält*innen. Alle drei Filme stehen unter dem Motto: Noch ist es nicht zu spät!

SHOPLIFTERS sind (kleine) Ladendiebe. Von diesen Diebstählen lebt die japanische „Familie“, deren Geschichte der gleichnamige Film von Hirokazu Kore- eda, Gewinner der Goldenen Palme der letzten Filmfestspiele von Cannes, erzählt.
Eine teils heiter burleske, aber auch traurige Geschichte über Menschen, die zusammenfinden, um ihr Leben zu organisieren und ihr Glück zu finden, eben auch ein bisschen jenseits der Legalität.
Ebenfalls in Cannes prämiert (Palme für das beste Drehbuch) wurde Jafar Panahis Film SE ROKH – DREI GESICHTER, der uns mit auf ein „Road Feel Good Movie“ (Thierry Frémaux, Cannes Film Festival) von Teheran in den Norden des Irans mitnimmt.

Noch immer sind Frauen im öffentlichen Literaturleben unterrepräsentiert und oft zur Seite geschoben. Auch die Autorin des Bestsellers FRANKENSTEIN, Mary Shelley musste sich gegen ihre übermächtigen Kollegen, darunter ihren Ehemann, den berühmten Dichter Percy Shelley oder den Freund der Familie Lord Byron, durchsetzen, um Anerkennung zu finden. Die saudische Regisseurin Haifaa Al-Mansour, bekannt geworden durch DAS MÄDCHEN WADJDA, den ersten saudischen Film überhaupt, hat nun das Biopic MARY SHELLEY gedreht und sicher hatte auch ihre eigene Geschichte mit der Wahl ihres Sujets zu tun.
Auch in Nicolas Bedos´ Film MONSIEUR & MADAME ADELMANN – DIE POESIE DER LIEBE geht es um ein Paar, das sich der Literatur verschrieben hat. Er ist der geniale Dichter, sie korrigiert seine Zeilen. Nach seinem von der Nation betrauerten Tod, erzählt sie einem Journalisten ihre gemeinsame – literarische – Liebesgeschichte.

… und ab 31. Januar präsentieren wir wieder in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum und dem Festival Africa Alive neue Filme aus Afrika sowie eine Retrospektive von Jean Pierre Bekolo, der bei uns zu Gast sein wird…

        
In diesem Jahr feiert Africa Alive sein 25. Jubiläum. In den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten hat das Festival afrikanische Geschichte und Gegenwart, Kultur und Politik vermittelt. Mit zahlreichen Filmen stand vor allem die Filmkultur im Mittelpunkt. Viele Filmschaffende kamen nach Frankfurt und präsentierten ihre Werke, die großen Klassiker von Ousmane Sembène, Med Hondo, Souleymane Cissé, Safi Faye, aber auch immer wieder junge Filmemacher*innen, die wie Abderrahmane Sissako am Anfang von großen Karrieren standen, als sie nach Frankfurt kamen. Lesungen, Podiumsdiskussionen zu den jeweiligen Themenschwerpunkten, Ausstellungen und die Konzerte ergänzten das Filmprogramm und machten das Publikum mit Literatur, Musik und Politik bekannt. Von Anfang an bezogen die Künstler*innen und das Festival selbst klare Positionen zu gesellschaftlichen Themen.
So freuen wir uns auch in diesem Jahr mit dem Regisseur Jean–Pierre Bekolo, der bei uns zu Gast sein wird, einen der zurzeit interessantesten afrikanischen Filmemacher mit einer Retrospektive vorzustellen. In der Nachfolge von Djibril Diop Mambéty  (HYÈNES, TOUKI-BOUKI), dem Bekolo in LA GRAMMAIRE DE MA GRAND MÈRE (1996) eine Hommage widmete, widersetzte er sich den eng gesteckten Erwartungen an afrikanisches Kino, mixte die Genres und verknüpfte  Pop mit Politik. Für das British Film Institute produzierte er LE COMPLOT D’ARISTOTE (1996) als Teil einer Filmreihe, an der Künstler wie Scorsese, Bertolucci und Godard beteiligt waren. Sein avantgardistischer Polit-Thriller LES SAIGNANTES (2005) war 2009 in zwei Kategorien der französischen Césars nominiert. 2013 wurde sein Spielfilm LE PRÉSIDENT in Kamerun aus politischen Gründen verboten. Bekolo lehrt er an der University of North Carolina, Chapel Hill und an der Duke University. In seinen letzten Filmen stellte er das philosophische und geisteswissenschaftliche Denken Afrikas in den Mittelpunkt, ein Thema, das im folkloristisch geprägten Afrikabild Europas fast immer zu kurz kommt. Afrika, das ist die Musik, der Tanz, bildende Kunst, Exotismus, aber die afrikanische Philosophie ist in der deutschen Öffentlichkeit vollkommen unbekannt.
In seinem Film LES CHOSES ET LES MOTS DE MUDIMBE stellte er ausführlich den kongolesischen Philosophen Valentin Mudimbe und sein Denken vor. Mit AFRIQUE LA PENSÉE EN MOUVEMENT, dokumentiert er ein Kolloquium, das im Rahmen der „Ateliers de la Pensée“, die 2016 von dem Politikwissenschaftler Achille Mbembe und dem Wirtschaftswissenschaftler Felwine Sarr, der letztes Jahr bei uns zu Gast war, gegründet wurden.
Jean – Pierre Bekolo wird anlässlich der Präsentation seines Films LE PRESIDENT am 4. Februar im Filmforum zu Gast sein.
Wie immer werden auch neue Produktionen aus Afrika präsentiert, zum einen Filme von „alten Bekannten“ wie  Mahamat-Saleh Haroun, dessen neuester Film UNE SAISON EN FRANCE in Frankreich spielt und einen ganz besonderen Blick auf das Thema „Migration und Flucht“ wirft, Dieudo Hamadis KINSHASA MAKAMBO, über die im Stil des “Direct Cinema” gefilmten Proteste  gegen den kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila und WELDI von Mohamed Ben Attia als tunesischer Beitrag zur Problematik des Dschihadismus.
Aber auch die Werke ganz junger Filmemacher*innen sind zu sehen, wie MAKI´LA der kongolesischen Regisseurin Machérie Ekwa Bahango, OUAGA GIRLS, ein Dokumentarfilm über junge Frauen, die in Ouagadougou zu Automechanikerinnen ausgebildet werden und unser Eröffnungsfilm RAFIKI, ein mutiger und mitreißender kenianischer Beitrag zu den Themen Emanzipation junger Frauen und gleichgeschlechtliche Liebe von Wanuri Kahiu.
Letztes Jahr stellten wir den afrikanischen Filmpionier Med Hondo vor. In diesem Jahr kommen in der Reihe restaurierter Filme weitere Klassiker des afrikanischen Kinos zur Aufführung:
Ousmane Sembènes BOROM SARRET, der erste von einem Afrikaner auf afrikanischem Boden gedrehte Film und LA NOIRE DE… sowie FAD, JAL von Safi Faye, der ersten afrikanischen Regisseurin, HYÈNES von Djibril Diop Mambety, dem Erneuerer des afrikanischen Kinos, nach Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ und schließlich YAABA von Idrissa Ouedragogo, der am 18. Februar 2018 überraschend in Burkina Faso verstorben ist und an den wir mit der Aufführung seines großen Erfolgs YAABA erinnern.
Schließlich zeigen wir in Zusammenarbeit mit der „ASW-Regionalgruppe Frankfurt und „fern: welt:nah“ in Anwesenheit des Regisseurs Christian Gropper den Dokumentarfilm DIE LETZTE KOLONIE - DAS VERGESSENE VOLK DER WESTSAHARA über die Situation der Sahrauis in den Flüchtlingslagern und im von Marokko besetzten Teil der Westsahara mit anschließender Diskussion.
Africa Alive ist eine Kooperation verschiedener Frankfurter Kultureinrichtungen mit afrikanischen Vereinen aus Frankfurt.
Veranstalter sind Africa Alive Team, Filmforum Höchst der VHS Frankfurt, Deutsches Filminstitut – DIF e.V./Deutsches Filmmuseum, Afrika Foundation e.V., Afroton Kulturprojekte und Dialog International e.V.
Gefördert wird Africa Alive von der HessenFilm und Medien GmbH. Africa Alive ist Mitglied des Hessischen Filmfestivalverbundes.
Informationen zum Gesamtprogramm mit Konzerten, Lesung und Podiumsdiskussion sowie den Filmvorstellungen im Deutschen Filmmuseum finden Sie im Sonderprogrammheft (Africa Alive 2019) und unter: www.africa-alive-festival-de
Außerdem im Februar im Filmforum: FAHRENHEIT 11/9, der neueste Film von Michael Moore über die Trump - Ära und Dennis Hoppers (EASY RIDER) „verschollener Film“ THE LAST MOVIE, der nun endlich nach fast 50 Jahren im Kino zu sehen ist sowie ein Programm mit den vom Thema her verwandten amerikanischen Filmen BEAUTIFUL BOY von Felix van Groeningen und BEN IS BACK von Peter Hedges.
Und nach Afrika und Amerika gehen wir zum Ende des Monats schließlich nach China und zeigen
als Preview ASCHE IST REINES WEISS – JIANG HU ER NV von Jia Zhang-Ke, dem derzeit wichtigsten chinesischen Regisseur (STILL LIFE) , der seit knapp 20 Jahren als filmender Seismograph seines Landes gilt (STILL LIFE) , seine ersten drei Filme…..
Der Regisseur Jian Liu zeichnete drei Jahre an seinem hervorragenden Animationsfilm HAVE A NICE DAY - HAO JILE, einer unterhaltsamen Systemkritik „Made in China“, voll von kleinen, schwarzhumorigen Anspielungen.


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