Berlin Alexanderplatz - Filmforum Höchst

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Berlin Alexanderplatz

Berlin Alexanderplatz (1931)
Alfred Döblin erzählt in seinem 1929 erschienenen Großstadtroman „Berlin Alexanderplatz“ die Geschichte des Transportarbeiters Franz Biberkopf, der, aus der Strafanstalt Berlin-Tegel entlassen, als ehrlicher Mann ins Leben zurückfinden möchte. Er lernt Cilly kennen und lieben. Deren ehemaliger Freund Reinhold ist ein Bandenführer, der Biberkopf zum Mitmachen überreden möchte­. Als sich Biberkopf widersetzt, wird er aus einem fahrenden Auto vor ein anderes geworfen. Er verliert einen Arm, liegt wochenlang im Krankenhaus und schließt sich demoralisiert doch wieder Reinhold an …
Das Berlin der 1920er Jahre ist der Schauplatz des Geschehens. Dabei wird die Großstadt selbst zum Gegenspieler der Hauptfigur Franz Biberkopf, der dieser verlockenden, aber auch unerbittlichen Welt zu trotzen versucht. Alfred Döblin selbst interessierte sich für die Möglichkeiten der Verfilmung seines Romans und meinte, dass gerade der Tonfilm Franz Biberkopf unmittelbar sprechen lassen könne und daher „akustisch echter“ sei, als der Roman. Auf Initiative von Heinrich­George, der den Franz Biberkopf dann verkörperte, drehte Piel Jutzi den Film. BERLIN ALEXANDERPLATZ wurde mit der Einschränkung „Jugendverbot“ von der Filmprüfstelle freigegeben und erlebte seine Uraufführung am 8. Oktober 1931 in Berlin.

Berlin Alexanderplatz (2020)
Francis hat die Flucht aus Westafrika überlebt. Als er an einem Strand im Süden Europas erwacht, ist er entschlossen, von nun an ein geregeltes, anständiges Leben zu führen. Doch das Berlin von heute, in dem er landet­, geht mit dem Staatenlosen ohne Arbeitserlaubnis nicht weniger erbarmungslos um, als es Lohnarbeiter Franz Biberkopf in Döblins Klassiker der deutschen Literatur erlebt hat. Und so widersetzt sich Francis zunächst zwar dem Angebot, in der Hasenheide mit Drogen zu dealen, gerät aber in den Einflussbereich von Reinhold, seinem neurotischen, sexsüchtigen Kumpel und Quartiergeber. Als Francis die Clubbesitzerin Eva und – einige einschneidende Erlebnisse später – das Escort-Girl Mieze kennenlernt, scheint er erstmals etwas zu verspüren, das er bisher nicht kannte und das besonders Reinhold ihm nicht gönnt: ein wenig Glück. Wie seine literarische Vorlage handelt auch der zeitgenössische Berlin Alexanderplatz von Gesellschaft und Außenseitertum, Wunsch und Travestie. Rainer Werner Fassbinders Version nicht unähnlich, ist Qurbanis Epos eine düstere Reise durch die „dunkle Nacht der Seele“ – und nicht zuletzt durch ein atmosphärisch authentisch eingefangenes Exil: Berlin. (Berlinale Katalog 2020)
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