L´Esquive - Filmforum Höchst

Emmerich-Josef-Straße 46a, 65929 Ffm
Telefon: 069 212 45 714
Programm-Ansage & Kartenreservierung:
069 212 45 714
oder per Mail
Eintritt: 7 € (mit Frankfurt-Pass 3,50 €)
Kinderkino: 3 €

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L´Esquive

Film Beschreibung
L´Esquive

Krimo ist verliebt in Lydia, die leidenschaftlich Verse von Pierre Carlet de Marivaux deklamiert. Beim nächsten Schulfest soll dessen Liebeskomödie Le Jeu de l'amour et du hasard - Das Spiel von Liebe und Zufall mit ihr in der Hauptrolle aufgeführt werden. So fasziniert ist sie davon, dass sie sich für ihr letztes Geld das Bühnenkleid schneidern lässt. Wie soll der schüchterne, wortkarge Krimo, der selbst gegenüber seinen Kumpels kaum Gefühle formulieren kann, sich ihr offenbaren? Große Opfer sind nötig, also wechselt eine Reihe wertvoller Markenartikel ihren Besitzer, damit der Darsteller des Harlekin ihm die Rolle an Lydias Seite überlässt. Nur eins hat Krimo in seiner Entschlossenheit nicht bedacht: Die fürs Schauspiel geforderte Extrovertiertheit und der schwierige Text sind für ihn die Hölle...
Kechiche, der für L´ ESQUIVE im Jahr 2005 mit vier französischen Filmpreisen (Cesars) ausgezeichnet wurde,  hat seinen Film mit großartigen Laiendarstellern an Originalschauplätzen (einer Sozialsiedlung in der Nähe von Paris) gedreht: Diese Vororte werden dermaßen stigmatisiert, dass es fast revolutionär erscheint, dort eine Geschichte anzusiedeln, bei der es nicht um Drogen, verschleierte Mädchen oder Zwangsheirat geht. Ich hingegen wollte verstehen, wie dort über die Liebe und auch das Theater geredet wird. Ich wollte eine andere, persönliche Sichtweise vermitteln.“
Der Film mischt zugleich die klassische Sprache die Stücks aus dem 18. Jahrhundert mit der Umgangssprache der Jugendlichen und kontrastiert so die unterschiedlichen sprachlichen Kodices  auf beiden Ebenen.Durch das Verweben der gegenwärtigen Realität der Jugendlichen mit der literarischen Vorlage Marivaux´ zeigt Kechiche wie Liebe und Literatur die jungen ProtagonistInnen beeinflussen und verändern, wie Literatur, auch wenn sie aus dem 18. Jh. stammt, direkt mit dem gegenwärtigen Leben zu tun hat.
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