Om det oändliga – Über die Unendlichkeit - Filmforum Höchst

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Om det oändliga – Über die Unendlichkeit

Om det oändliga – Über die Unendlichkeit

"Ist es nicht fantastisch?", fragt ein älterer Herr an der Theke einer Kneipe seinen Sitznachbarn. Was denn so fantastisch sei, will dieser wissen. "Alles", meint der Mann und sein Blick wandert über das trostlose Interieur, die bleichen Menschen, die kein Wort von sich geben, den Schnee, der vor den Fenstern auf den Boden rieselt, die einsame Sternenlampe im Fenster, die der Szene als einziges etwas Wärme spendet. "Das finde ich jedenfalls", betont der Mann in Roy Anderssons Film ÜBER DIE UNENDLICHKEIT, mit Nachdruck wiederholt er seine Worte. Es stimmt ihm niemand zu, es widerspricht auch keiner, leere Blicke um ihn herum. Was ist denn am Leben und an der Welt, hier und jetzt, fantastisch? Das fragt der schwedische Regisseur und Autor in seinen Filmen immer aufs Neue.Dass der Mann keine Antwort auf seine Frage erhält, hat bei Andersson System. ÜBER DIE UNENDLICHKEIT reiht Tableaus eines grauen Alltags aneinander, von Figuren, zwischen denen keine Verbindung herrscht: Paare beim Abendessen, Menschen in Bahnhöfen, in Büros, in Kneipen. Viele dieser Begegnungen kommen ohne Worte aus, jedenfalls ohne Verständigung. Auf jeden Fall: Ein großartiger Film!
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