Verso Sud / Cinema Italia - Filmforum Höchst

Emmerich-Josef-Straße 46a, 65929 Ffm
Telefon: 069 212 45 714
Programm-Ansage & Kartenreservierung:
069 212 45 714
oder per E-Mail
Eintritt: 7 € (mit Frankfurt-Pass 3,50 €)
Kinderkino: 3 €

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Verso Sud / Cinema Italia

Seit 23 Jahren findet mit „Verso Sud“ eines der größten italienischen Filmfestivals in hiesigen Landen in Frankfurt statt. Wie schon einmal in früheren Jahren beteiligt sich das Filmforum Höchst wieder an „Verso Sud/Cinema Italia“ vom 7. – 13. Dezember.
Zu sehen sind die neuesten Werke von Altmeistern des italienischen Kinos wie Gianni Amelios LA TENEREZZA - DIE ZÄRTLICHKEIT über einen vergrämten Witwer, der neu zu leben lernt oder Marco Bellocchios FAI BEI SOGNI - TRÄUM WAS SCHÖNES, der letztes Jahr die Sektion La Quinzaine des Réalisateurs in Cannes eröffnete und thematisiert, wie ein Mann mittleren Alters das Trauma des frühen Todes seiner Mutter überwindet. Zwei der großen Komödienerfolge dieses Jahres in Italien haben Aufnahme ins Programm gefunden: LASCIATI ANDARE! - LASS DICH GEHEN!, in dem ein hervorragender Toni Servillo als alternder Psychoanalytiker im Fitnesstudio auf eine dem Körperkult verfallene Trainerin trifft. Und L‘ORA LEGALE - AB HEUTE SIND WIR EHRLICH, eine herrlich freche politische Satire über einen sizilianischen Bürgermeister, der Recht und Ordnung einführen möchte.
INDIVISIBILI – UNZERTRENNLICH über zwei sich trennen wollende siamesische Zwillinge wurde 17 mal für den italienischen Filmpreis Donatello nominiert (und erhielt sechs davon), UN BACIO – EIN KUSS zeigt drei befreundete junge Menschen, die für ein Leben außerhalb der Normen kämpfen.

Außerdem im Programm der Preisträger Dokumentarfilm beim Lichter Filmfestival 2017 und nominiert für den Hessischen Filmpreis A GRAVAME - DAS STAHLWERK, DER TOD UND DIE MÜTTER VON TAMBURI des Frankfurter Filmemachers Peter Rippl. Ein Film über den paradiesischen Ort Taranto, der bedroht ist von einem gigantischen Umweltskandal. Der Regisseur wird den Film und das soeben zum Film erschienene Buch persönlich am Sa, 9.12. um 20.30 Uhr vorstellen
„Verso Sud / Cinema Italia“ findet statt in Zusammenarbeit mit Made in Italy, Rom, dem Kairos-Filmverleih Göttingen und dem Deutschen Filmmuseum. Ausführliche Texte mit Statements der Regisseure, Kritiken unter: www.cinema-italia.net.
Das Festival Verso Sud, bei dem weitere Filme und eine Retrospektive Daniele Luchettis zu sehen sind, findet vom 1. – 12.12. im Deutschen Filmmuseum statt. Informationen unter www.deutsches-filminstitut.de.

        
Die Filme und Termine im Überblick:
Filmforum: Die Termine im Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Str. 46a, 65929 Frankfurt a.M.
Filmmuseum: Die Termine im Deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt
Lasciati andare! - Lass dich gehen! (OmU)
Francesco Amato, IT 2017, 102 min.,
Filmforum: Do 7.12. - 18.30 / So, 10.12. - 18.30 Uhr    I    Filmmuseum: Sa 2.12. - 16.00 / Mo 4.12. – 18.00 Uhr
Der Psychoanalytiker Elia (Toni Servillo) erlebt täglich so viele Emotionen seiner Patienten, dass er sie im eigenen Leben lieber fernhält. Nur bei Süßspeisen klappt es nicht mit der professionellen Distanz. Im Fitness-studio trifft er auf die quirlige junge Trainerin Claudia, die es eher mit dem Körperkult als mit der Seele hält und wenig Verständnis für aus der Form geratene Intellektuelle hat. Eine temporeiche Komödie mit pointierten Wortgefechten, haarsträubenden Situationen und zwei bestens aufgelegten Hauptdarstellern.

La ragazza del mondo  - Die Welt der Anderen (OmU)
Marco Danieli, IT 2016, 104 min.
Filmforum: Do 7.12. - 20.30 / Mo 11.12. - 18.30 Uhr   I    Filmmuseum: Sa 2.12. 18.30 und 21.30 Uhr, mit M.Danieli
Giulia und ihre Familie leben nach den strengen Regeln und Glaubenssätzen der Zeugen Jehovas. Eines Tages lernt sie den rauen, aber attraktiven Ex-Häftling Libero kennen, der in der Werkstatt von Giulias Vater Arbeit findet. Giulia verliebt sich und lernt durch ihn eine völlig andere Welt kennen. Doch die Liebe zu einem Mann, der nicht der Sekte angehört, ist verboten. Mit intensiven Bildern begibt sich der Film in die verschlossene Welt der Zeugen Jehovas und beschäftigt sich mit einer jungen Frau, die zwischen zwei Welten steht.

Fai bei sogni - Träum was Schönes (OmU)
Marco Bellocchio, IT 2016, 131 min.
Filmforum: Fr 8.12. - 18.00 / Di 12.12. - 20.30 Uhr     I     Filmmuseum: So 3.12. 19.00 Uhr
Der sensible Massimo (Valerio Mastandrea), der mit gerade einmal neun Jahren seine Mutter (Bérénice Bejo) verlor, hat auch noch als Erwachsener mit diesem Schicksalsschlag und den undurchsichtigen Umständen zu kämpfen. Auch 40 Jahre später begreift Massimo nicht, was damals passiert ist. Er weiß nur, dass dieses Trauma sein Leben für immer verändert hat. Er meidet persönliche Beziehungen und versucht, die Welt auf Abstand zu halten. Erst die Liebe zu Elisa rüttelt ihn auf und lehrt ihn, dass er das Rätsel seiner Kindheit lösen muss, um einen sicheren Weg ins Leben zu finden.

L'ora legale - Ab heute sind wir ehrlich (OmU)
Salvo Ficarra, IT 2017, 92 min.
Filmforum: Fr 8.12. - 20.30 / Di 12.12. - 18.30 Uhr     I       Filmmuseum: Do 7.12. - 18.00 / So 10.12. - 12.00 Uhr
In einer sizilianischen Kleinstadt, die unter der Misswirtschaft des langjähri-gen korrupten Bürgermeisters leidet, gewinnt ein integrer, aber unerfahre-ner Lehrer als Außenseiter überraschend die Wahlen. Er hält sich tatsächlich an sein Wahlversprechen und regiert die Stadt ab sofort nach den Prinzipien von Ordnung, Ehrlichkeit und Gesetzestreue. Doch damit hatte niemand gerechnet und schon bald ebbt die Begeisterung der Wähler, sie fordern die Rückkehr zum alten, bequemeren System. Die herrlich freche politische Satire mit den bekannten sizialianischen Komikern Ficarra und Picione wurde in Italien zum größten Komödienerfolg dieses Jahres

La tenerezza - Die Zärtlichkeit (OmU)
Gianni Amelio, IT 2017, 103 min.
Filmforum:  Sa 9.12. - 18.00 / Mo 11.12. - 20.30 Uhr      I        Filmmuseum: Di 5.12. - 18.00 / Fr 8.12. - 20.00 Uhr
Lorenzo (Renato Carpentieri) lebt als Witwer allein in einer schönen Wohnung im Zentrum Neapels. Er versprüht stets schlechte Laune und will mit seinen erwachsenen Kindern möglichst wenig zu tun haben. Als nebenan neue Nachbarn einziehen (Silvio Germano, Micaela Ramazzotti) bröckelt sein emotionaler Panzer. Lorenzo freundet sich zu seinem eigenen Erstaunen mit der jungen Familie und ihren Kindern an. Altmeister Gianni Amelio erzählt mit herausragendem Schauspielerensemble von verschiedenen Familienverhält-nissen und der langsamen Öffnung eines verbitterten alten Mannes.

A Gravame - Das Stahlwerk, der Tod und die Mütter von Tamburi (ital. OmU)
Peter Rippl, D 2017, 72 min.
Nur Filmforum:  zu Gast: Peter Rippl, Sa 9.12. - 20.30 Uhr
Dokumentarfilm über einen paradiesischen Ort, der bedroht ist von einem gigantischen Umweltskandal. Die Menschen, die dort leben, können seit Jahren nur zwischen Arbeit und Gesundheit wählen, denn das größte Stahlwerk Europas befindet sich vor den Toren ihrer Altstadt. Doch die Stadt gibt nicht auf. Die „Settimana Santa“, die feierliche Karwoche in Süditalien, wird zum Symbol des Trosts, der Hoffnung und des Kampfes für ein besseres Leben in Tarent. Der Frankfurter Filmemacher Peter Rippl hat die Einwohner bei den Vorbereitungen der österlichen Feierlichkeiten begleitet. In atmosphärischen schwarz-weiß Bildern, untermalt von bewegender Musik, vermischen sich individuelle Schicksale und distanzierte Beobachtungen zu einem wichtigen Zeitdokument, das den vergessenen Bewohnern Tarents eine Stimme gibt. Zum Film ist ein Buch entstanden, das auch am Abend vorgestellt wird.

Indivisibili – Unzertrennlich (OmU)
Edoardo De Angelis, IT 2017, 102 min.
Filmforum: So 10.12. - 20.30 / Mi 13.12. - 20.30 Uhr     I      Filmmuseum: Fr 8.12. - 18.00 / Sa 9.12. – 20.00 Uhr
Viola und Daisy sind 18, musikbegabt – und siamesische Zwillinge, die an der Hüfte zusammengewachsen sind. In ihrer Heimat bei Neapel werden sie als glückbringendes Wunder der Natur verehrt, jedoch auch vom zwielichtigen Vater zu Auftritten in Kirchen und bei Hochzeiten zwecks der Ernährung der Familie geschleppt. Als sich Viola verliebt und die Zwillinge herausfinden, dass sie durch eine Operation getrennt werden könnten, sieht ihr Umfeld die eigenen Interessen bedroht. Mit hypnotischer Bildsprache zwischen Realismus und Surrealismus behandelt der Film Themen wie Identität und Individualität.

Un bacio - Ein Kuss (OmU)
Ivan Cotroneo, IT 2016, 102 min.
Filmforum:  Mi 13.12. - 18.30 Uhr      I      Filmmuseum: Fr 8.12. -  22.00 Uhr
Lorenzo, Blu und Antonio haben vieles gemeinsam: Sie sind sechzehn, besuchen dieselbe Klasse eines Gymnasiums in Udine und erfahren viel Geborgenheit in ihren Familien. Und doch sind alle drei Außenseiter: Lorenzo ist schwul, Blu gilt als Schulschlampe und Antonio wird als unterbelichtetes Basketball-Talent gesehen. In ihrer Freundschaft finden sie die Kraft, dem alltäglichen Mobbing zu begegnen. Untermalt von bekannten Songs und mit grandioser Bildgestaltung feiert der mitreißende Film mal heiter, mal melancholisch den jugendlichen Ausbruch aus den Konventionen.


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