Vor mir der Süden - Filmforum Höchst

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Vor mir der Süden

Italien 1959: Der Dichter, Autor und spätere Filmemacher Pier Paolo Pasolini steigt in seinen Fiat Millecento und begibt sich auf die Reise Richtung Süden, entlang Italiens Küste. Er notiert seine Eindrücke eines Italiens im Spagat zwischen romantischem Dolce Vita und zunehmendem Wirtschaftsaufschwung und Tourismus.
Knapp 60 Jahre später begibt sich der Oscar ausgezeichnete Dokumentarfilmer Pepe Danquart auf eben diese Reise rund um den Stiefel, von der italienisch-französischen Grenze hinab nach Sizilien und wieder hinauf nach Triest.
In poetisch-dokumentarischen Aufnahmen und den (von Ulrich Tukur gesprochenen) Reisenotizen Pasolinis erzählt der Film die Geschichte eines von tiefen Umbrüchen gezeichneten Italiens.
Danquart offenbaren sich Bilder einer von Pasolini teils bereits prophezeiten italienisch-europäischen Wirklichkeit, in der die globalisierte Konsumgesellschaft und ihre Auswirkungen zwischen Massentourismus, Armut und Migration ihr Endstadium im “hedonistischen Faschismus”, wie Pasolini es nannte, erreicht hat.
Die große Bedrohung sah er in der Gleichschaltung der Konsumgesellschaft durch die Ökonomisierung aller Lebensbereiche; die Hoffnung sah er in den Migrationsbewegungen aus dem Süden.
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